Friedrich I., Landgraf von Hessen-Kassel, König von Schweden

25. November 2000 bis 4. März 2001

Der Katalog

Rezensiert von Haik Thomas Porada in "Pommern - Zeitschrift für Kultur und Geschichte", Heft 2, 2004

(Auszug aus dem Text der Rezension)

Im Museum der Stadt Hofgeismar wird durch Helmut Burmeister seit vielen Jahren eine rege Sammel- und Ausstellungstätigkeit für den nordhessischen Bereich betrieben, wie erneut der vorliegende Begleitband zu einer gleichnamigen Ausstellung zeigt. Der Zufall wollte es, daß mit Marlies Konze eines aus Hofgeismar stammende Archäologin und Bauforscherin seit einigen Jahren in Vorpommern tätig ist. Derartige Verbindungen auch zu anderen Forschern ermöglichten Helmut Burmeister die umfassende Beleuchtung einer wichtigen Episode aus der Geschichte Hessen-Kassels: die Personalunion dieser Landgrafschaft im Herzen Deutschlands mit dem Königreich Schweden und damit auch dem Herzogtum Pommern unter Friedrich I. Dieser, am 28. April 1676 in der Residenz Kassel geboren, heiratete in zweiter Ehe am 24.  März 1715 in Stockholm Ulrika Eleonora, die Schwester des schwedischen Königs Karl XII. Nach dem Tod seines Schwagers und der Abdankung seiner Gattin als Königin wurde Friedrich I. im Mai 1720 zum König von Schweden gekrönt und trat 1730 nach dem Tod seines Vaters auch in Kassel formal die Regierung an.

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Vor uns liegt ein wesentlicher Baustein für das Verständnis der Querverbindungen, die es zwischen einzelnen Territorien des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und dem Ostseeraum, insbesondere Schweden und Dänemark in der Frühen Neuzeit gab. Und ganz nebenbei erhält man einen Einblick in die reichhaltigen Sammlungen des Stadtmuseums Hofgeismar, die für die Zeit der Regierung des Erbprinzen und nachmaligen Landgrafen von Hessen-Kassel als König Friedrich I. von Schweden auch so manchen pommerschen Schatz aufweisen können. Ein Besuch dieses Museums ist für jeden an pommerscher Geschichte Interessierten also mit Sicherheit ein Gewinn.

 

Der Staatsstreich-König