Wilhelm Hugues: Tagebücher, Gemälde und Skulpturen

Eine Retrospektive im Stadtmuseum Hofgeismar

Dem Hümmer Künstler Wilhelm Hugues (1905 – 1971) ist im Stadtmuseum Hofgeismar eine Dauerausstellung mit einigen schönen Plastiken gewidmet. Nur zweimal ist in den vergangenen Jahrzehnten auf die außerordentliche Fülle seiner Graphiken und Gemälde im Museumsbesitz zurückgegriffen worden, um kleinere Sonderausstellungen zu gestalten.

Der Grund für diese Enthaltsamkeit ist nicht leicht zu verstehen: Es war die schier unübersichtliche Fülle der künstlerischen Belege und besonders der biographischen Notizen, die mit der Übernahme des gesamten Nachlasses 1986 in das Museum gelangten. Erstmals in fast 30 Jahren bietet das Stadtmuseum jetzt einen Rückblick auf das Gesamtwerk und die Person des sehr fleißigen, gesellschaftskritischen, zugleich zurückhaltenden und eigenbrötlerischen Wilhelm Hugues.

Hugues verarbeitete und spiegelte die Brüche in seiner Biographie und die von ihm erlebten politischen Wechsel (einschließlich Berufsverboten und Boykott in der NS-Zeit), dazu die schnell wechselnden Kunststile und die positiven persönlichen Russlanderfahrungen in einer langen Reihe ganz außergewöhnlicher graphischer Werke.

Die Ausstellung wartet ab Sonntag, den 15.2. zu den normalen Öffnungszeiten auf Besucher.