Viel Neues bei der Gemäldebörse

„Das Beste ist noch vorhanden“, schaut Museumsmitarbeiterin Waltraud Böttner nach dem Hessentag auf das überreiche Angebot der 23. Gemäldebörse.

Zwar haben 897 Museumsbesucher (Strichzählung!) während der Hessentagswoche über diese Art eines Museumsangebots gestaunt, das einmalig zumindest in Hessen ist. Aber auch gekauft wurde viel. Vor allem Objekte von „in einer Handtasche zu transportierender Größe“ (so Museumsleiter Helmut Burmeister) wurden gern gewählt, das Angebot der Gemälde und Graphiken wurde zwar sehr oft bewundert, aber kaum einer mochte sich in den Hessentagstrubel mit sperriger Last begeben. Die allermeisten Lücken wurden sofort nach Ende des Hessenfestes von einem der erstmals 31 Einlieferer – Höchstzahl bisher 23 – wieder geschlossen.

Zwei künstlerische Werke wird der Besucher vergeblich suchen: das Carl-Bantzer-Frauenporträt und eine Zeichnung von Käthe Kollwitz. Der Kunsthändler, der „den Bantzer“ erwarb, identifizierte nämlich das zuvor für 100,-- € verkaufte Kollwitz-Werk „Frau mit Kind“ als originale Kohlezeichnung im Wert von 2.000 – 3.000 €, was dem Einlieferer unbekannt und ohne Vorkenntnis von den Museumsmitarbeitern nicht zu ermitteln war.

Drei Horst-Janssen-Graphiken, sieben Aquarelle von Johanna Fuchs (Tochter des Reinhardswald-Autors W. Freiherr von Reitzenstein) und viele weitere Objekte warten darauf, in ihrem wirklichen Wert entdeckt zu werden.

Der Eintritt zur Gemäldebörse ist frei, Spenden werden immer gern entgegengenommen.         (ur)