Viel Neues vom alten Kantor Rohde

Wer erinnert sich noch an den alten Kantor Heinrich Rohde (1863 - 1946), den Namensgeber des kleinen Parks neben dem Kreiskrankenhaus? An jenen Kirchenmusiker, der nicht nur unermüdlich für sein Gotteshaus im Einsatz war, der auch verschiedene Chöre im Altkreis leitete, sich für die Geschichte seiner neuen Heimat interessierte und als Autor und Komponist hervortrat?

Für Antje Lingnau aus Eppstein im Taunus, seine Urgroßenkelin jedenfalls bestimmte er die Gedanken und Erinnerungen seit den 1940er Jahren. Schon früher hatte sie dem Stadtmuseum Hofgeismar eine kleine Bücher- und Dokumentensammlung aus Rohdes Nachlass übergeben. Jetzt überraschte sie Museumsleiter Helmut Burmeister mit zwei Gemälden aus dem ehemaligen Eigentum des Kantors. Beide zeigen „ althofgeismarer“ Ansichten, so das Gartenhaus vor dem frisch angepflanzten Rohde-Park an den Schanzen(von P. Heiniger 1913) und den längst vergessenen Blick von der mächtigen alten Flötenlinde über die noch ungepflasterte Liebenauer Straße zur Altstädter Kirche (von E. Deckert). Beide sind im Stil des Realismus des 19. Jahrhunderts gemalt, sehr ansprechend und sofort aufzuhängen.

Sechs Bücher und Hefte – meist mit längerem Rohde-Autographen – hat Frau Lingnau noch hinzugefügt, die sich „in meiner Bibliothek versteckt hatten“.

Für das Stadtmuseum ist dieser reiche Zugewinn eine wichtige Stärkung jener kleinen Sammlung zur Erinnerung an einen bedeutenden Hofgeismarer Bürger. (ur)