Eine Orientalin kehrt zurück

Wichtiger Zugewinn des Stadtmuseums Hofgeismar

Nach rund 60 Jahren hat ein wichtiges Gemälde Theodor Rocholls (1854 – 1933) den Weg zurück nach Hofgeismar gefunden.

Die „anatolische Zigeunerin Güll (Rose)"

1956 war die „anatolische Zigeunerin Güll (Rose)“ (Originaltitel) an einen westfälischen Käufer „an der Sababurg“ (so eine aufgeklebte Notiz) übergeben worden. Allerdings hatte eine Rocholl-Verfügung dieses Gemälde 1923 seiner (zweiten) Frau Elisabeth, geb. Malzfeldt, als Hochzeitsgeschenk und damit als dauerhaften Familienbesitz zugesprochen.

Bereits 1921 hatte Rocholl diese Anatolierin in seiner Autobiographie „Ein Malerleben“ als eines von vier Gemälden ganzseitig und in Farbe abgebildet (nach S. 196). Im Gesamtwerk des „Schlachten-„ und „Historienmalers“ sind Frauendarstellungen im Vergleich zu anderen Themen eher selten.

Diese kurzen Hinweise machen deutlich, dass die Stadt / das Stadtmuseum Hofgeismar nach manch einem anderen Zugewinn der letzten Jahre in diesem Fall ein besonderes Gemälde mit einer ganz eigenen Bild-Geschichte erworben hat.                   (ur)