Eine Attraktion wird 25

Es muss eine richtige Entscheidung gewesen sein, als aus einer einmaligen Ausstellung im Museumshof 1986 eine Institution wurde: die Gemäldebörse im Stadtmuseum Hofgeismar.

Zwar lief die Aktion eher holprig mit Unterbrechungen an, aber seit mehr als 20 Jahren begegnet man ihr jährlich in den Museumsräumen am Petriplatz, jener Aktivität, für die – genauso genommen –ausschließlich die privaten Einlieferer und Anbieter verantwortlich sind.

Es war zweifellos dieses Konzept der Zurückhaltung des Museumspersonals, das nur für die Auswahl zuständig war. An dessen Stelle trat die Verantwortung der Eigentümer, die allein den in ihren Augen angemessenen Preis ihrer Objekte festsetzen und dadurch echte Schnäppchen selbst für Händler ermöglichen.

Ein weiterer Schritt hin zu größerem Publikumsinteresse (als Einlieferer wie als Erwerber) war die Ausweitung der anfänglich strengen, reinen Gemäldebörse um Kleinantiquitäten (Porzellan, Glas, Silber, Figuren, Münzen usf.) deutlich oberhalb eines durchschnittlichen Flohmarktangebots. In den jetzt 25 Jahren des Bestehens der Börse haben bei ansteigenden Zahlen mehr als 1000 Personen ihre Schätze vorgestellt, um 2.800 Objekte wechselten durch Kauf oder Tausch den Eigentümer.

Auch das Museum selbst profitiert von dieser Aktivität, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass die Börse immer ein besonderer Publikumsmagnet war und dadurch die Spendenkiste reich versorgt wurde. Außerdem nahmen die Museumsleute manche Chance zu einem Neuerwerb für die verschiedenen Abteilungen des Hauses wahr.

Wenn am 31.8.2016 um 15:00 Uhr die Jubiläumsbörse beginnt (Tel.: 0 56 71/47 91), dann wird sie mit einem ihren 25 Jahren angemessenen Angebot aufwarten. Besucher wie Einlieferer sind herzlich willkommen, die Teilnahme und der Besuch sind – das ist ein Markenzeichen des Stadtmuseums Hofgeismar – selbstverständlich frei, Spenden aber werden gern entgegengenommen. (ur)