Stadtmuseum Hofgeismar mit Ausstellung zur Nachkriegszeit

"Ein Leben aufs Neu"

In die Jahre unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs geht die neue Ausstellung des Stadtmuseums Hofgeismar zurück.

Die Not war groß in der Stadt, viele Hofgeismarer waren als Soldaten gestorben, der Schwarzhandel blühte, eine amerikanische Besatzung kontrollierte die Stadt. In diese Situation hinein brachten die Amerikaner für mehr als drei Jahre zumeist Juden aus Osteuropa in der leeren Kaserne und einigen beschlagnahmten Privathäusern unter (1946 – 49). Schnell lernten die Hofgeismarer, dass diese Menschen - die meisten waren die einzigen Überlebenden ihrer meist großen Familien - ein unvorstellbares Leid erfahren hatten. Viele waren Überlebende der KZs oder hatten in Verstecken mühsam überlebt. Alle diese Menschen wollten jetzt in dem Land, aus dem einst die Verfolger und Mörder kamen, ein „Leben aufs neu“ - so der Ausstellungstitel – beginnen. Einige von ihnen starben in Hofgeismar und rund 500 Kinder sind in jenen Tagen im sog. „DP-Camp“ geboren worden.

Die Hofgeismarer Ausstellung ist zweigeteilt, denn die Museumsmitarbeiterin Julia Drinnenberg hat der Ausstellung, die vom Fritz-Bauer-Institut Frankfurt kommt, ein umfangreiches Hofgeismarer Kapitel mit vielen Exponaten hinzugefügt. Für Schulen scheint diese Ausstellung deshalb besonders wichtig.

Die Eröffnung ist am Samstag, 12. Mai 2012, um 16.00 Uhr in den Museumsräumen am Petriplatz.

Besucher sind willkommen, der Eintritt ist frei, Spenden werden aber erbeten