Theodor Rocholl über den Ersten Weltkrieg

Neue Sonderausstellung im Stadtmuseum Hofgeismar

 

Als vor genau 100 Jahren der Erste Weltkrieg ausbrach, wollte der Maler Theodor Rocholl – dessen Lebenswerk das Stadtmuseum Hofgeismar betreut – schnellst möglich an die vorderste Front in die Hauptkampflinie gelangen.

Was uns heute in der Erinnerung an die Materialschlachten und grauenvollen Grabenkämpfe des Ersten Weltkriegs wie grobe Selbstgefährdung eines über 60-jährigen Malers erscheinen mag, hat uns doch eine einzigartige und sehr realistische Sammlung von Darstellungen der Kämpfe, der Verwüstungen und des Sterbens erbracht. Denn Theodor Rocholl missachtete den Rat seines Freundes und berühmten Malerkollegen Hugo Mühlig, doch wie alle anderen Künstler den Krieg einfach „nur daheim im Atelier“ zu malen. Rocholls ungeschönte Werke von der Westfront um Lille/Frankreich sind deshalb einzigartige Zeugnisse eines Krieges, der Europa in Chaos und Vernichtung stürzte.

Rocholl selbst wurde zweimal schwer verwundet, verlor seinen Lieblingssohn Karl und flüchtete sich gegen Kriegsende in den Reinhardswald.

Die Ausstellung „Theodor Rocholl erlebt den Ersten Weltkrieg“ ist geöffnet ab Sonntag, 20.7., und endet am Sonntag, dem 5. Oktober 2014.

Der Eintritt ist frei, Spenden werden gern entgegengenommen.