Gesundbrunnen Hofgeismar

1813-1870/1871: Kurfürstentum und preußische Provinz

Nach der Wiedererrichtung des Kurfürstentums Hessen gab es nur noch wenige Veränderungen an den alten Anlagen. Zu nennen ist hier vor allem der Ausbau des Schlösschens Schönburg durch den Architekten Johann Conrad Bromeis in den Jahren 1822 bis 1825.

Versuche, das rege Badeleben des 18. Jahrhunderts weiterzuführen, scheiterten letztlich. Die Mineralquellen konnten die gesteigerten medizinischen Ansprüche nicht erfüllen. Der Badeort selbst war im Vergleich mit anderen nicht mehr attraktiv genug. Daran konnte auch die Eröffnung der Eisenbahnlinie von Kassel zum Gesundbrunnen nach Hofgeismar im Jahre 1848 nichts mehr ändern.

Nachdem das Kurfürstentum Hessen 1866 vom Königreich Preußen annektiert worden war, beschloss die preußische Verwaltung sehr bald, den kostspieligen Kurbetrieb, der schon lange keinen Gewinn einbrachte, aufzugeben. Die Anlagen wurden der Domänenverwaltung unterstellt. Versuche, sie anderweitig zu nutzen - z.B. als Privatschule -, waren nicht besonders erfolgreich.

 

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